Jakobsweg

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IM TREND :  PILGERREISEN

 

„Ich bin dann mal weg“: Seit einigen Jahren erfreuen sich Pilgerreisen großer Beliebtheit – 

und es sind längst nicht immer religiöse Gründe, die Menschen dazu bewegen, sich auf den berühmten Jakobsweg nach 

Santiago de Compostela zu begeben.

Selbsterfahrung, intensive Naturerlebnisse, Muße, Kotemplation, aber auch die sportliche Herausforderung nennen

viele Pilger als Gründe dafür, sich auf die (oft mehrwöchige) Tour zu begeben.

Für einige Zeit der Schnelllebigkeit und dem Stress des Alltags entfliehen und sich nur auf eine Sache zu konzentrieren

scheint eine so reizvolle Vorstellung zu sein, dass Strapazen dafür gerne in Kauf genommen (oder sogar gesucht )werden…

Die im Nordwesten Spaniens gelegene Stadt Santiago de Compostela ist bereits seit dem 9.Jahrhundert neben Rom und

Jerusalem der bedeutendste christliche Wallfahrtsort, denn hier befindet sich das Grab des christlichen Apostels Jakobus.

 

Die historische Altstadt mit Ihren mehr als 40 Kirchen wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Pilgerwege, die bereits im Mittelalter erschlossen wurden, führen durch viele Länder nach Santiago.

In Deutschland etwa beginnt ein historischer Pilgerweg in Paderborn und führt über Dortmund und Aachen, durch

Belgien und Frankreich.

Mann kann z.B. auch von der tschechischen Grenze aus über Nürnberg, Ulm und Ravensburg bis an den Bodensee wandern.

Anschließend geht es durch die Schweiz und den Süden Frankreichs.

Die Wege treffen sich in St.-Jean-Pied-de.Port am Fuße der Pyrenäen. Hier starten die meisten Pilger, denn hier beginnt

die Hauptroute, der Camino France`s. Man wandert durch die Pyrenäen über Burgos und Leon nach Santiago de

Compostela. Diese Strecke ist rund 800km lang und man benötigt zu Fuß etwa 5-6 Wochen.

Man wandert nicht nur auf historischen Spuren, sondern erlebt auch verschiedene Kultur und Naturlandschaften mit

unterschiedlichen klimatischen Bedingungen.

1987 wurde der Camino France´s zum Europäischen Kulturweg erklärt. Er ist gut erschlossen und entlang der Strecke

befinden sich viele Pilgerherbergen ( und natürlich auch Restaurants und Supermärkte…)

Im kommenden Jahr fällt der Namenstag des Heiligen Jakobus wieder einmal auf einen Sonntag.

Immer dann wird ein „Heiliges Pilgerjahr“ ausgerufen. Im „Heiligen Jahr“ 2004 besuchten etwa 180 000 Menschen

die Stadt Santiago de Compostela – für das Jahr 2010 werden alleine aus Deutschland 200 000 Menschen erwartet!

Wieviele mögen es wohl insgesamt werden?

 

Tipps für Jakobspilger:

 

Wer eine Pilgerreise plant, sollte sich einen Pilgerausweis besorgen, da man sonst in den Herbergen keine Unterkunft

bekommt. Dieser muss rechtzeitig bei einer der Jakobs Gesellschaften beantragt werden. Dort gibt es auch ausführliche

Informationen und Unterkunftsverzeichnisse. Infos dazu findet man z.B. unter www.jakobus-info.de

 

Wenn man Anschluss an Mitpilger sucht, sollte man sich eine Jakobsmuschel, das Zeichen der Wallfahrt, an den

Rucksack hängen. ( erhält man mit dem Pilgerausweis)

 

Die persönliche Urkunde, die Compostela, bekommt man am Zielort nur, wenn man mindestens die letzten

100 km bis Santiago zu Fuß gelaufen ist (Radfahrer:200km). Diese Strecke muss man sich im Pilgerausweis

dokumentieren lassen.

In Spanien gibt es ein umfangreiches Herbergsnetz entlang des Jakobsweges. Im Sommer ist der Pilgerweg

allerdings sehr voll. Wer den Andrang ( auch in den Herbergen ) vermeiden möchte, sollte sich im Frühjahr

oder Herbst auf den Weg machen.

 

Falls man kein Spanisch spricht, sollte man ein Wörterbuch mitnehmen. Die Einheimischen in den Dörfern

Sprechen meist kein Englisch. In den Herbergen kann man sich dagegen immer auf Englisch verständigen.

 

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Eigene Erfahrungen sowie unzählige Feedbacks unserer Kunden geben wir gerne an Sie weiter.